Montag, 9. Dezember 2013

Weihnachtskleid-Sew-Along 2013 - der vierte Sonntag

Katharina gibt als Motto dieses Mal vor:
Uahh, es passt nicht, das muss ich ändern / Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin megastolz! / Soll ich hier noch eine Borte aufnähen, was meint ihr? / Das sieht doch schon ganz gut aus, oder?

Hmmm. Ja, da muß was geändert werden, die schwierige Stelle ist noch nicht gemeistert... Borte - erstmal nicht. Sieht gut aus? Hmmm. Der Rock fällt gar nicht schlecht vielleicht?

Danke Euch für Eure Aufmunterung, Anteilnahme und Tipps vom letzten Mal. Ich habe jetzt einmal Unterkleid und Strumpfhosen drunter angezogen. Der Rücken sieht damit unverändert aus. Laut Fotograf/Handlanger produzierte das Wegfalten vom Rückenteil oberhalb des Taillenbands nur viele andere Falten. Das Kürzen/Einfalten des Taillenbands an der unteren Kante hat ein wenig geglättet, aber so richtig gut ist es trotzdem nicht. Da ist einerseits immer noch zu viel Stoff, der Reißverschluß beult sich, obwohl der Stoff nicht verzogen wurde beim Einnähen. Liegt das am Hohlkreuz? Oder doch zu eng beim Übergang zur Hüfte?



Hier nochmal die Rückansicht ohne Abstecken.
Hier ist das Taillenband zum Teil eingefaltet. Drüber sind weniger Falten und Beulen. Mehr wegfalten?





Seite mit Beulen im Rücken, Band noch nicht eingefaltet. 
Immer noch Beulen, Band weggefaltet.
Das ist die Stelle zwischen Arm und Körper, von der ich sprach: Lange Stoffkante muß um die Ecke genäht werden. Wie macht man das schön?

So sieht das Ganze übrigens von vorne aus momentan. Bißchen bügeln könnte nicht schaden. Ärmel sind noch nicht gesäumt, Rocksaum auch nicht. Und so heftige Oberarme habe ich auch wieder nicht, das sieht mit den eher abfallenden Schultern dann seltsam aus in dem Schnitt. Obwohl das vielleicht von hinten mehr auffällt.

Ihr hört es mir wahrscheinlich an: So richtig glücklich bin ich momentan nicht und habe außer dem Wegfalten an dem Kleid nichts getan. Dazu kommt, daß die Anproben eher unangenehm sind: Ich habe noch kein Futter drin, weil die Paßform noch so gar nicht stimmt. Wolle kratzt, wird heiß und ich fühle mich an Kindertage erinnert... Ich bekomme wegen der eigenartigen Ärmel das Kleid allein nicht zu, brauche also immer den Fotografen als Hilfe, der aber nicht immer da ist. Und wenn er da ist, ist das Licht meist winterlich miserabel. Ich brauche da, ehrlich gesagt, mal zwischendurch ein Erfolgserlebnis, eine sichere Bank sozusagen. Also habe ich einen herrlich leichten, weichen, mittelroten Wollstoff (Schnäppchen vom Restetisch) aus der Kiste geholt und Peony von Colette aufgelegt. Ein Schnittmuster für Kurven, und so ganz uni immer gut. Das Futter konnte dieses Mal beim Zuschnitt nicht wegflutschen, und ich muß kaum etwas am Schnitt ändern. Abnäherspitze nach außen verlegt, am Rock mehr Nahtzugabe für etwaige Hüftanpassungen, Ärmel im schrägen Fadenlauf zugeschnitten für mehr Bewegungsfreiheit. Ich nähe Naht um Naht und überhole mit Peony wahrscheinlich auch dieses Jahr wieder das eigentliche Weihnachtskleid von rechts...


Kommentare:

  1. Ich tippe immernoch auf zuviel Stoff hinten und das Wegfalten mit weniger Falten geht ja auch in die Richtung. Lass doch einfach mal abstecken, wie es sein müsste und guck mal was da so passiert..?

    Hübsch um die Ecke nähen funktioniert indem man schon vorab einschneidet, weil man die Nahtzugabe ja einmal umlegen muss. Du markierst auf der inneren Ecke wo genau der Eckpunkt liegt, dann bügelst Einlage auf und schneidest von der Eckenspitze bis zu diesem Punkt. Nun kannst Du passend auf das andere Stück legen. Wenn Du dann nähst, dann ist genau das der Punkt, den Du treffen musst. Dort lässt Du dann die Nadel drin und drehst um 90°. Ohje, hat das jemand verstanden? Ich finde leider auch gerade keine verständliche Anleitung dazu. Ist das überhaupt die richtige Antwort? Oder bin ich gerade bei der falschen Frage.. mhm.. ich sag' das mal ohne Gewähr :)

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    1. Doch, genau das gehört zur Frage! Ja, ganz ähnlich habe ich das gemacht. Ich habe den Punkt markiert, dann sagte die Anleitung, ich solle übers Eck eine Stütznaht machen und bis zur Ecke einschneiden. Ich hatte dennoch auf der einen Seite Welten zu viel Stoff, den ich auch mit Nadel drin lassen beim Drehen und spreizen nicht zusammen bekam. Und das Schönste: Auf der rechten Seite sieht man schon Fransen vom Einschnitt (komisch, trotz Schutznaht), d.h., ich müßte sogar noch mehr nach innen, dann hätte ich aber am anderen Stück noch mehr Stoff.
      Wäre das mit Einlage anders gewesen?

      Zum Wegfalten: Fotograf ist morgen wieder da, dann darf er nochmal falten ;-) Dieses Eichhörnchen ernährt sich wirklich mühsam.

      Ich habe übrigens nach Deiner Anleitung von neulich versucht, die Kommentarzahl vorne anzeigen zu lassen, aber auch das nicht hinbekommen. Bei einem Kommentar geht's, bei mehreren nicht. Dabei war mir das vorher auch schon aufgefallen, daß ich das gut fände...

      Danke für Deine Hilfe und Anregungen, das ist toll!

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    2. Ja, ich weiß leider nicht, warum es bei manchen geht und bei anderen nicht - eventuell hängt es mit dem Design zusammen oder so.

      Also ich hatte das auch mal mit Stütznaht gemacht und mir ist der Stoff nur so weggefranst - mit Einlage war das wesentlich besser. Aber wieso am anderen Ende? Eigentlich müßte der untere Stoff, also mit der äußeren Ecke, doch flach liegen..? Und die andere Ecke wird ja nur aufgemacht - wo hast Du da zu viel Stoff? Achje, immer dieses Fachsimpeln von Weitem..

      :)

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    3. Hm. Ich überlege, kann ich das noch retten, indem ich die Naht nochmal öffne und nachträglich Einlage aufbügle? Dann könnte ich Schritt-für-Schritt-Fotos einstellen und ein virtueller Schulterblick wäre besser möglich (und ein beherztes "Halt, Du machst grad Unsinn"). Das sind die Momente, in denen ich über den Fachkräftemangel im Freundeskreis nachdenke...

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    4. Puh, endlich gefunden: Ich fand diese Anleitung sehr gut und einleuchtend! :)

      Ob trennen und Schritt-für-Schritt etwas nutzt kann ich schwer sagen, aber so lassen kannst Du es auch nicht - eventuell ist ein Neustart mit allem (Rückenlänge, Hohlkreuz, mehr Weite in der Hüfte) tatsächlich das Beste..?

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    5. Danke sehr fürs Suchen! Das sieht wirklich einleuchtend aus. U.a., daß sie für die zweite Seite neu beginnt und dann erst einschneidet. Ich sehe mal nach, ob sich nicht doch genug Stoff für ein neues Oberteil findet.
      Beim Stichwort mehr Weite in der Hüfte muß ich nochmal nachfragen: Für mich sieht es eigentlich so aus, als wäre der Rock i.O. - findest Du ihn zu eng? Oder beziehst Du Dich darauf, daß ich ganz am Anfang überlegte, daß es am Rock liegen könnte und ich da noch an jeder Naht was rauslassen könnte?

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    6. Das war jetzt auf Deine Aussage gemünzt - ich sehe da leider nicht genug um das Einschätzen zu können inwieweit das Rockteil vielleicht kneift . Eigentlich sieht da ja alles gut aus :)

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  2. Wie schade, dass du das Kleid nicht passend kriegst. Mit der Änderung fürs Hohlkreuz habe ich auch immer zu kämpfen.
    Gruß, Claudia

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    1. Ja, es ist ein Kreuz mit dem Kreuz...

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  3. Unqualifizierte Bemerkung von weit weg:
    Ich würde auch meinen, daß da viel zu viel Stoff im Rücken ist - und auch daß Du ein Hohlkreuz hast. Bäh, soviel Unangenehmes gleich zu Beginn meines Kommentars.

    Ich schreib' jetzt einfach, was ich meine - gelernte Schneiderin bin ich (leider) auch nicht:
    - Hohlkreuzanpassung auf jeden Fall machen
    - Hast Du Deine Rückenlänge schon nachgemessen und mit der Maßtabelle verglichen? Ich selber gehöre zur Kategorie der Kurzgrößen, sprich habe eine kürzere Rückenlänge als die, nach der die "normalen" Schnittmuster konstruiert wurden. Und da sind ohne Längenänderung immer Falten im Rücken, die man allein mit einer Hohlkreuzanpassung nicht wegbekommt. Allerdings wüßte ich jetzt nicht, wie man die Längenänderung an einem genähten Kleid hinbekommt. Leider kann ich Dir da also nicht allzu viel weiterhelfen.

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    1. Nein, den Rücken habe ich tatsächlich noch nie nachgemessen, wenn ich es recht bedenke. Das werde ich morgen gleich als erstes tun, wenn Hilfe da ist!
      Danke für den Tipp! Und so viel Unangenehmes war es ja nicht - das Hohlkreuz hatte ich schon als rankes Kind, und der viele Stoff fällt einem ja leider sofort ins Auge.

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  4. Schade schade! Im Rücken probiere ruhig noch etwas rum, da muss noch mehr stoff raus. Ob du alles glatt bekommst, kann ich nicht sagen, vielleicht ist es wirklich etwas eng, aber ein Versuch lohnt allein für spätere Projekte. Bei der Ärmelnaht bin ich keine Hilfe, das schaut schwierig aus.... Wenn es am Ende nur das Rockteil mit einer weißen Bluse wird, ist es auch scön weihnachtlich. Also Kopf hoch ;-) LG Kuestensocke

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    1. Das ist auch ein guter Plan. Wegstecken, was geht. Und wenn's nix wird, nur die untere Hälfte verwenden zu einem schönen Rock. Das gefällt mir sogar richtig gut! Ans Oberteil könnte ich dann in einem Moment mit mehr Geduld nochmal gehen. Dann würde ich aber wahrscheinlich auch eine Nummer größer zuschneiden. Aber jetzt erstmal ans Karo. Und an die rote Päonie. Danke!

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    2. Das ist doch mal eine Idee. Ein "Sicheres Kleid" hast du ja mit dem Roten wohl und das Karokleid sitzt im Rockteil wirklich hübsch. Aber ich würde die Anpassung zu Lernzwecken trotzdem erst mal versuchen.
      Viel Erfolg
      Jennifer

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    3. Danke Dir! Ja, ich glaube, das ist der Plan: Ich arbeite zu Lernzwecken nocham Oberteil, aber diese tricky Stelle zwischen Arm und Körper kriege ich wohl nicht so recht gerettet. Immerhin Rückenkorrekturen müßten einigermaßen gehen. Damit könnte ich an ein neues Oberteil gehen. Wenn aus dem karierten Stoff keines mehr zuzuschneiden ist, bleibt mir immer noch der Rock. Und das rote Kleid.

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  5. ich finde, über die fotos etwas zu raten ist schwierig.
    vielleicht hast du einen kurzen rücken und müstest in der länge etwas wegnehmen.
    ich trage meist kurzgrößen, habe aber einen längeren rücken ca.3cm. dadurch habe ich mit der taillie probleme.
    auf dem foto sieht es aus, als wäre es die oberen 8cm von der taillie zur hüfte etwas zu eng. kann ich aber nicht genau sehen. es kann auch sein, daßdas taillienband den stoff nach vorne zieht.
    kannst dus mal ohne taillienband probieren?
    zum ärmel kann ich dir nichts sagen, wie man das macht aber hier kamen ja schon vorschläge.
    viel erfolg!!!
    lg elke

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  6. oh nein, wie ärgerlich. Egal was man auch macht, es funktioniert alles nicht. Vielleicht sind du und der Schnitt leider nicht kompatibel. Zum Glück hast du einen Notplan.
    Sei lieb gegrüßt
    Julia

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  7. Wenn man einmal anfängt... Ich sehe jetzt nur noch falsche Paßform bei meinen Kleidern... Und wie unterscheide ich Hohlkreuz und kurzen Rücken? Gibt es da eine idiotensichere Definition? Im Burda-Nähbuch gibt es zwar jeweils Tipps, wie man entsprechend ändert, aber entweder ich habe die Definition überlesen oder es ist keine drin. Beim Hohlkreuz nehme ich ja Stoff auf Taillenhöhe weg, beim kurzen Rücken auf Höhe des Armausschnitts. Ich schätze, ich liege mit Hohlkreuz richtig, aber jetzt möchte ich es genau wissen. Bei Peony sehe ich nämlich bei genauerem Betrachten auch zu viel Stoff im Rücken...

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  8. Ach, das kenne ich - bin auch viel kritisicher geworden [auch bei Kaufklamotte]. Also ich denke man sieht es daran wo der Stoff bauscht. Wenn obenrum alles gut ist und nur in der Taille bauscht, dann eher Hohlkreuz - da hilft es auch sich mal [gefühlt] gerade hinzustellen und dann mal im Spiegel zu gucken. Bei einem zu langen Rücken stimmen ja die Arme dann nicht und das müsste man ja auch sehen können..

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